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Fußball in Spanien

Der 13. Spieltag. Kann Depor Barça bezwingen?

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In Spanien ist inzwischen nach dem Clásico wieder Normalität eingekehrt, sodass man sich in Ruhe auf den 13. Spieltag konzentrieren kann. Unter der Woche spielte Barça bereits seine Partie des 14. Spieltags gegen Xerez wegen der Teilnahme an der Fifa Club-WM, an der der Titelverteidiger der Champions-League selbstverständlich teilnimmt. Das Spiel wurde standesgemäß mit 2:0 durch Tore von Henry und Ibrahimovic gewonnen. Damit ist die Führungsposition selbstverständlich noch einmal gefestigt worden und Barça hat jetzt, bedingt durch das Spiel mehr, einen Vorsprung von fünf Punkten auf Real Madrid.
Madrid muss damit, will man den Anschluss an das „Pep-Team“ halten, gegen Almería gewinnen. Das fünfte Mal ist UD Almería damit in seiner Historie im Santiago Bernabeu zu Gast und bisher gab es nie zählbares, sondern immer Niederlagen mit mindestens drei Gegentoren. Dennoch fast schon verwunderlich, wie lange Almería sich in den letzten Jahren in der Primera División etabliert hat. Zwar ist man immer noch eher graue Maus als alles andere, aber mit einer grundsoliden Vereinsstruktur kann man auch heute noch relativ weit kommen. Trotz allem, Madrid wird das Spiel gegen die Ost-Andalusier wohl wieder einmal problemlos gewinnen können, weil weder Almería ein Favoritenkiller ist, noch Madrid den Eindruck macht gegen schwächere Mannschaften zu verlieren.
Der ewige Erzrivale aus Katalonien muss gegen das starke Team aus La Coruña antreten. Die Mannschaft aus Galicien belegt momentan den fünften Platz mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz vier. La Coruña steht defensiv sehr gut da und vorne schießt man meistens ein Tor mehr als man hinten rein bekommt, aber auch meistens nur eines mehr, denn einen Sieg mit zwei oder mehr Toren Differenz sieht man in dieser Saison eher selten bei den Nordspaniern. Barça, dass unter der Woche mit einer Art „B-Elf“ antrat, was heißt, dass Márquez, Bojan, Henry und, naja gut, Chygrynskiy von Beginn an aufliefen kann wohl voll auf die Kräfte von Messi und Ibrahimovic bauen und sollte versuchen das Spiel über die eigene linke Seite aufzubauen, da die linke Seite von La Coruña das Prunkstück der Mannschaft ist.
Der ärgste Verfolger der beiden Spitzenreiter, Sevilla, muss dieses Wochenende gegen das No-Name Team aus Valladolid antreten. Valladolid, in der Region Kastilien und León gelegen, ist unter anderem die Geburtsstadt von Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero und der zu ihr gehörige Verein hat zuletzt in Villarreal verloren und darauf zu Hause gegen Tenerife 3:3 remisiert. Sevilla sollte deshalb, und weil man zu Hause spielt, das Unentschieden gegen Málaga aus der letzten Woche schnellstmöglich vergessen machen und wieder als ernsthafter Titelkandidat dastehen.
Weiterhin eine Rolle spielen möchte auch Valencia, doch dafür muss man am Sonntag um 21:00 Uhr im Baskenland gegen Athletic Bilbao spielen. Beide Mannschaften konnten unter der Woche souverän ihren Einzug in die nächste Runde der Europa League unter Dach und Fach bringen, obwohl Athletic beim Skandalspiel in Wien ob der Zustände, die der Starreporter von Telecinco, J.J. Santos, „als das Schlimmste was ich jemals auf internationaler Ebene gesehen habe“, beschrieb, mehr Kraft gelassen haben dürfte. Dennoch, Athletic ist kampfstark und auch gegen Barça vor zwei Wochen konnte man durch eben diese Kampfstärke, gegen einen eigentlich deutlich stärkeren Gegner, einen Punkt behalten.
Währenddessen spielt Xerez gegen Atlético Madrid. Nur drei Punkte trennen den Aufsteiger von der Traditionsmannschaft aus Madrid. Atlético möchte durch den lange erwarteten Sieg, der dann vergangene Woche gegen Espanyol endlich wahr wurde, aus der Abstiegszone entfliehen. Unterdessen soll Xerez von Bernd Schuster (!) laut Berichten der „Marca“ ein „unablehnbares Angebot“ zur Übernahme bekommen haben. Ob der blonde Engel, der seine Trainerkarriere bei den Andalusiern begann, aber tatsächlich jenes erwähnte Angebot abgegeben hat, wage ich ob des Seriositätsgehalts der „Marca“ grundsätzlich zu bestreiten. Wir werden sehen.
Die Mannschaft von der Urlauberinsel Mallorca darf zu Hause gegen Zaragoza antreten. Nachdem Mallorca letzte Woche überraschend einen Punkt aus Valencia entführen konnte, wird man gegen die Mannschaft aus Aragonien auf Sieg spielen. Sechster ist man derzeit und liegt damit auf Kurs für den internationalen Wettbewerb. Während Zaragoza als bester Aufsteiger eher gegen den Abstieg spielen muss.
Knapp hinter Mallorca liegt Gijón, das auf Teneriffa spielen muss. Tenerife, Aufsteiger, das seine Punkte bevorzugt zu Hause holt will nach dem man auf Land gegen Valladolid 3:3 gespielt hatte nun endlich wieder einen Sieg landen. Gijón, Aufsteiger der vergangenen Saison, liegt derzeit auf einem sehr vielversprechenden siebenten Rang.
Villarreal liegt alles andere als vielversprechend im – eher unteren – Mittelfeld der Tabelle. Mit Getafe bekommt man es mit einem schwer einzuschätzenden und unangenehmen Gegner zu tun. Vergangene Woche gewann man 5:1 gegen Xerez, was aber nicht unbedingt etwas aussagen muss, da bei Getafe, auch ein Ex-Schuster-Club, häufiger mal Welt- und Kreisklasse eng beieinander liegen.
Espanyol spielt gegen Racing um Punkte um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben und nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen, auch wenn man letzte Woche bei der 0:4 Niederlage gegen Atlético eine nicht erstligareife Leistung bot. Racing versucht derweil nicht abzusteigen und braucht dafür jeden sich anbietenden Punkt, am Besten drei gegen Espanyol.
Kommen wir zu guter Letzt zu Málaga – Osasuna. Málaga, das seit Saisonbeginn im Tabellenkeller feststeckt, hat durch das Unentschieden gegen Sevilla Mut geschöpft und will nun gegen Osasuna zumindest einen kleinen Schritt gegen den Nichtabstieg bewerkstelligen. Osasuna, vor wenigen Jahren mal in der CL-Qualifikation gegen den HSV gescheitert, spielt inzwischen den Part als Bindeglied zwischen oberer und unterer Tabellenhälfte. Man ist zu gut um abzusteigen und auf der anderen Seite zu schlecht für die internationalen Geldtöpfe.
Zum Schluss noch der Blick auf die Segunda División. Als Auftaktspiel spielt der Tabellenzweite Hércules in Córdoba. Córdoba hat relativ wenig Ambitionen auf einen Aufstieg während Hércules eben selbigen als Ziel hat. Der Tabellenführer Cartagena spielt in einer wohl hochinteressanten Partie gegen Numancia, da Numancia durchaus ein nahezu erstligareifes Umfeld hat, auch bedingt durch die Zugehörigkeit der letzten Jahre, es der Mannschaft hingegen an Qualität und Glück mangelt, während Cartagena zwar nicht auf die Primera División vorbereitet wäre, aber momentan wie ein Aufsteiger spielt. Im Baskenland gibt es unterdessen ein baskisches Derby zwischen Real Unión und Real Sociedad, was aber klar zu Gunsten von Real Sociedad ausgehen sollte. Ebenso klar wie auch Betis gegen Murcia gewinnen können sollte.

Abschließend noch der Blick auf meinen „Quiniela“-Schein:

Sevilla – Valladolid 1
Tenerife – Sporting 2
Villarreal – Getafe 1
Xerez – Atlético 2
Espanyol – Racing 1
Depor – Barça 2
Madrid – Almería 1
Mallorca – Zaragoza X
Málaga – Osasuna 1
Córdoba – Hércules 2
R. Sociedad – R. Union 1
Nàstic – Castellón 1
Murcia – Betis 2
Elche – Cádiz 1
pleno al 15: Athletic – Valencia 2

Bis zum nächsten Mal, La vida puede ser maravillosa!

Geschrieben von raspeig

2009/12/05 um 16:29

Veröffentlicht in Allgemeines

El día después! Zusammenfassung des Clásico und der restlichen Partien!

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20:51 Uhr Ortszeit war es, als der Schiedsrichter abpfiff und Barça wieder Tabellenführer war. 1:0 gewann man gegen den Erzrivalen aus Madrid. Es war eine lange Zeit gute Partie auf einem hohen technischen und temporeichen Niveau, der leider die ganz großen Torchancen und einige Tore fehlten. Barça kam zunächst, am Tag des 110-jährigen Vereinsbestehens, besser ins Spiel, jedoch schlug Dani Alves, der Bruder von Ex-Hertha-Stürmer Alex Alves, seine Flanken viel zu weit und ins Toraus auch weil in der Mitte zunächst ein Abnehmer fehlte, da Ibrahimovic wegen Trainingsrückstands auf der Bank saß und stattdessen Andrés Iniesta, Lionel Messi und Thierry Henry von Beginn an stürmten. Auch dem neue Gewinner des goldenen Balles, Messi, merkte man an, dass er zuletzt gehandicapt war und auch Henry fand kaum statt. Stattdessen kam Madrid mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel. Cristiano scheiterte nur knapp an Victor Valdés und mehrmals musste der, meiner Meinung nach beste Spieler der Partie, Carles Puyol in höchster Not klären. In der zweiten Halbzeit wurde dann nach kurzer Spieldauer endlich Zlatan Ibrahimovic eingewechselt. Denn mit Ibrahimovic musste der schwache Henry gehen, Messi ging auf rechts und Ibra hatte das Zentrum für sich. Dazu kommt dann noch die einzig brauchbare Flanke von Dani Alves im gesamten Spiel und schon stand es 1:0. Aber Barça war damit alles Andere als auf der Siegerstraße, denn nach rund einer Stunde musste Sergi Busquets wegen eines völlig unnötigen Handspiels zu Recht mit gelb-rot vom Platz. Für mich war es der Schlüsselmoment in der Partie, denn Real war trotz der personellen Überzahl von nun an die schwächere Mannschaft. Barça drückte mit zehn Mann den Madrilenen sein Fußballspiel auf und hätte sogar noch höher gewinnen können, wenn Piqué per Kopf aus 11 Metern oder Abidal von der Strafraumkante aus genauer gezielt hätten.
Pellegrini fehlten schlussendlich auch die Ideen, weder Raúl noch Benzema brachten als Joker den Erfolg und mehr Schachzüge hatte er nicht auf Lager. Zu guter Letzt wurde auch noch Lass mit gelb-rot vom Platz gestellt – wegen wiederholten Foulspiels. Madrid hat gut mitgehalten, mehr aber auch nicht. Um Meister zu werden, bedarf es doch einer klaren Leistungssteigerung und das ganze auf Cristianos mangelnde Fitness zurückzuführen halte ich für hanebüchen, da weder Messi noch Ibrahimovic in Form waren und auch Barcelona sich klar verbessern können wird.
Schauen wir auf den Rest der Spiele: Der Tabellenletzte Málaga hat überraschend ein 2:2 gegen Sevilla herausholen können und auch Valencia hat gegen Mallorca nur Unentschieden gespielt, sodass Madrid auch keine echte Kampfansage von den Plätzen drei und vier zu spüren bekam. Druck kommt momentan eher aus La Coruña, Depor genügte ein 1:0 gegen Racing Santander und ist jetzt punktgleich mit Valencia auf Rang fünf. Währenddessen wurde Villareals Höhenflug von Sporting de Gijón gestoppt. Gegen die Mannen aus Asturien verlor man 1:0 und liegt nun auf dem zwölften Platz während Gijón nun am internationalen Wettbewerb schnuppern darf.
Zum Glück hat Atlético jetzt mal wieder gewonnen. Espanyol fegte man mit 4:0 aus dem eigenen Stadion. Auch Getafe gewann mit vier Toren Differenz beim 5:1 gegen Xerez. Für Xerez war es das erste Auswärtstor in der laufenden Saison, erfolglos bleiben sie auswärts damit aber trotzdem.
In der Segunda Divisón gewann Hércules das Topspiel gegen Levante mit 2:1. Da Real Sociedad nicht über ein Unentschieden gegen Rayo Vallecano hinauskam, liegt Hércules nun punkt- und torgleich mit Cartagena, aber aufgrund der weniger erzielten Tore, auf Platz zwei. Auch Betis hat seine Krise zumindest vorerst beendet beim Sieg gegen Las Palmas und könnte so trotz allem immer noch ein Aufstiegskandidat werden.
Zum Abschluss noch der Blick auf meinen „Quiniela-Schein“:
Sevilla – Málaga 1 Res: X
Valladolid – Teneriffa X Res: X
Sporting – Villareal 1 Res: 1
Getafe – Xerez 1 Res: 1
Atlético – Espanyol 1 Res: 1
Racing – Deportivo 2 Res: 2
Almería – Athletic X Res: 2
Valencia – Mallorca 1 Res: X
Zaragoza – Osasuna X Res: 2
Córdoba – Girona 1 Res: X
Hércules – Levante 1 Res: 1
Castellón – Murcia 2 Res: 1
Betis – Las Palmas 1 Res: 1
Cádiz – Celta X Res: 1
pleno al 15: Barça – Madrid 1 Res: 1
Acht Heimsiege, vier Remis und drei Auswärtssiege gab es, und ich lag achtmal richtig. Auch damit gibt es nicht mal den Trostpreis!
Bis zum nächsten Mal, La vida puede ser maravillosa!

Geschrieben von raspeig

2009/12/04 um 16:31

Der 12. Spieltag: El Clasico!

mit einem Kommentar

El Clasico! Das Spiel der Spiele in Spanien und wohl eines der meistbeachtesten Spiele der Welt findet dieses Wochenende statt. Das Hinspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid, das im größten Stadion Spaniens, dem Camp Nou stattfindet. Knapp 100.000 Zuschauer, die alle um die 50-60 Euro gezahlt haben, werden so eines der emotionalsten Derbys der Fußballgeschichte zu sehen bekommen. Madrid möchte die Revanche für das 2:6 Debakel im eigenen Stadion aus der vergangenen Saison. Und die Zeichen für einen Sieg der Madrilenen stehen gar nicht einmal schlecht. Man ist Tabellenführer und hat am Mittwoch beim 1:0 Sieg gegen Zürich schon mal Kräfte sparen können für den Clasico, der am Sonntag um 19.00 Uhr Millionen Spanier wohl jegliche Wirtschaftskrise vergessen lassen wird. Dazu kommt, dass Cristiano Ronaldo nach seinem Kurzeinsatz gegen Zürich wohl gegen Barça von Beginn an auflaufen wird. Hinzu kommen die weiteren Millionenstars wie Kaka‘, Benzema oder der wichtige Mittelfeldneuzugang Xabi Alonso. Darüberhinaus scheint es so, dass man wohl eine echte Startformation gefunden hat. Die wichtige Rolle des Linksverteidigers wird wohl Álvaro Arbeloa ausfüllen, der vor der Saison für 3 Millionen Euro von Liverpool kam und in den letzten Spielen zum Stammspieler aufgestiegen ist. Ein Status, der längst nicht mehr auf Raúl zutrifft. Die spielende Legende der Madrider hat längst nicht mehr das Vertrauen von Trainer Manuel Pellegrini, sodass er zuletzt mehr Zeit auf der Bank als auf dem Spielfeld verbrachte. Am Mittwoch gegen Zürich durfte er anstelle von Benzema beginnen, enttäuschte jedoch auf ganzer Linie und wurde letztendlich für Cristiano ausgewechselt. Die Madrilenen werden wohl mit einem 4-2-3-1 System aufspielen. In der Abwehr werden wohl wie oben schon erwähnt Arbeloa links, innen Pepe und Raúl Albiol und rechts Sergio Ramos auflaufen. Davor steht die starke Doppelsechs mit Lass, einem der wohl besten Sechser, die es momentan auf der Welt gibt und Xabi Alonso und dann kommt die vierköpfige Angriffsformation mit Cristiano, Kaka‘, Higuaín und Stoßstürmer Benzema. Meiner Meinung nach ist der namenloseste, Gonzalo Higuaín, der wichtigste dieser vier Angreifer, da eher durch sein vergleichsweise geringes Renommee wohl kaum einen ständigen Bewacher bekommen wird und durch seine hohe Laufbereitschaft sowie seinen Torriecher zu bestechen weiß.
Neben Raúl nicht in der Startelf sein wird mit Sicherheit auch José María Gutierrez Hernández, genannt Guti. Guti hat sich mit Pellegrini in der Halbzeitpause des Hinspiels gegen Alcorcón überworfen und wurde seitdem nicht mehr berücksichtigt. Ob er jemals wieder unter dem Chilenen spielen wird, erscheint äußerst fraglich.
Doch wenden wir uns der Heimmannschaft zu. Für Barça ging es unter der Woche um den Verbleib in der Königsklasse. Hätte man gegen Inter verloren, wäre man als Titelverteidiger schon in der Gruppenphase gescheitert. Man spielte allerdings einen sehr überzeugenden Fußball im Camp Nou und gewann dank Toren von Piqué und Pedro mit 2:0. Das Team von Erfolgscoach Josep Guardiola kann außerdem auf die Dienste seines Top-Torjägers Zlatan Ibrahimovic bauen. Barça, das wohl mit sieben Spielern aus der eigenen Jugend (Valdés, Puyol, Piqué, Xavi, Iniesta, Busquets, Messi) von Beginn an auflaufen wird, wird im traditionellen 4-3-3 System auftreten. Mit Valdés im Tor, links wahrscheinlich mit Eric Abidal, innen Puyol und Piqué, rechts Dani Alves, als Abräumer vor der Abwehr entweder Busquets oder Keita, daneben als Kreativspieler Xavi und Iniesta und im Sturm Messi, Ibrahimovic und wohl die Entdeckung der Saison, Pedro. Fraglich ist vor allem für mich, ob Guardiola Cristiano eine derart große Bedeutung zukommen lässt, dass er ihm einen Sonderbewacher, in dem Fall wohl Puyol, zur Seite stellt oder ihn wie jeden anderen Gegenspieler auch behandelt. Sollte Puyol Manndecker von Cristano werden, würde wohl Dmytro Chygrynskiy neben Piqué verteidigen, was eigentlich schon Grund genug sein sollte, Cristiano keinen Sonderbewacher an den Hals zu hängen.
Viel wird davon abhängen wie gut beide Mannschaften ins Spiel kommen. Beim letzten Aufeinandertreffen im Bernabeu fiel schnell das 1:0 für Madrid, was jegliches Abwarten von Barça überflüssig machte, sodass Barça gleich den Weg nach vorne suchte und es ein großartiges Fußballspiel gab. Im Hinspiel im Camp Nou gab es Angsthasenfußball auf Seiten der Madrilenen, was auch damit begründet war, dass in der gesamten Saison noch nicht viel zusammenlief. Bernd Schuster kam mit seiner Fußballphilosophie nicht zur Mannschaft durch, was dann folgerichtig in seiner Entlassung kurz vor dem Clasico endete und die Verunsicherung der Mannschaft komplett machte. Barça spielte locker seinen Stiefel runter und gewann mit 2:0 obwohl Samuel Eto’o sogar noch die Möglichkeit, per Elfmeter zu treffen, vergab. Im Übrigen ist es seit 1992 das erste Mal das es bei einem Barça – Madrid die Spitzenposition ausgespielt wird. Damals ging das Spiel 1:1 aus. Sonntag gegen 20:50 Uhr werden wir wissen, ob Geschichte sich wiederholt oder nicht.
Natürlich stehen sämtliche Partien im Schatten des Clasico und auch die Trainer der anderen Mannschaften mussten sich auf den Pressekonferenzen zu ihren Spielen vornehmlich zum Spiel der beiden Ligagiganten äußern. Allerdings sehen einige Trainer den Clasico auch als Chance für sich im Schatten des Spiels der beiden Ligarivalen an zumindest eines der beiden Teams heranzukommen. Valencia ist so ein Beispiel. Am Samstag um 20:00 Uhr spielt man gegen die starken Mallorquiner. Bei einem Sieg wäre man eine durchaus ernst zu nehmende Gefahr für Barça und Madrid zwecks der direkten Champions-League Qualifikation. Auch Geheimfavorit Sevilla hat gegen den Tabellenletzten Málaga mehr als nur geringe Chancen als der große Profiteur dieses Spieltags dazustehen, zumal man gerade mit der sehr starken Offensivabteilung um Kanouté, Luis Fabiano und Negredo gegen die gegentoranfälligen Malagueños hoch gewinnen können sollte.
Auf Sieg wird wohl auch Quique Sánchez Flores spielen lassen. Der noch sieglose Neutrainer von Atlético braucht dringend ein Erfolgserlebnis möchte er nicht so schnell gehen müssen, wie er gekommen ist. Jetzt soll also gegen Espanyol gelingen, was ihm vorher noch nicht geglückt ist, nämlich erst hinten zu null spielen und vorne dann mit den vielen, vielen Offensivstars die Tore erzielen. Ob das gelingt, mag ich irgendwie bezweifeln, denn bis jetzt macht es für mich nicht den Eindruck, das Atlético bis jetzt auch nur ein überdurchschnittliches Ligaspiel unter ihm abgeliefert hätte, auf der anderen Seite hat die Mannschaft ein, objektiv betrachtet, derart hohes Spielerpotential, dass ein Sieg einfach irgendwann herausspringen muss.
Ein hochinteressantes Duell wird es an diesem Wochenende auch in Asturien bei der Partie Sporting Gijón – Villareal geben. Gijón ist für mich bislang eines der Überraschungsmannschaften dieser Saison. Im vergangen Jahr ist man nur knapp dem drohenden Abstieg entgangen und trumpft diese Saison als siebter auf. Dagegen kam Villareal nur äußerst schwer in die Saison. Zwischenzeitlich auf dem Abstiegsplatz liegend, hat man inzwischen die Kurve gekriegt und befindet sich momentan auf dem aufsteigenden Ast. Bei einem Sieg gegen Gijón wäre man damit dem Ziel des internationalen Wettbewerbs wieder ein deutliches Stück näher gekommen.
Bei Zaragoza – Osasuna geht es für beide Mannschaften darum durch einen Sieg sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Selbiges Ziel dürfte auch für Xerez, die gegen Getafe spielen, für Almería, das Athletic Bilbao empfängt und Racing Santander, das das starke Team aus Galizien, Deportivo La Coruña zu Gast hat. Auch Valladolid gegen Teneriffa wird zu Hause ähnliches versuchen gegen die auswärtsschwache Mannschaft aus Teneriffa.
Zum Abschluss noch einmal der Blick auf die Segunda División. Das Topspiel findet hier in Alicante zwischen Hércules und Levante statt. Beide Mannschaften kommen aus der Region Valencia und befinden sich momentan auf den Rängen drei und vier. Im Stadion Rico Pérez ist es für beide damit wohl ein richtungsweisendes Spiel. Auch wenn Levante momentan den besseren Lauf hat, denke ich, dass Hércules am Ende aufgrund seiner Heimstärke siegen wird. Währenddessen wird Betis wohl wieder einmal versuchen seine Negativserie zu beenden, diesmal gegen Las Palmas. Vom Potential her ist die Mannschaft erstligareif, aber die Resultate sprechen eine andere Sprache. Gegen die Mannschaft aus Gran Canaria soll nun also endlich der Befreiungsschlag gelingen. Beim Duell Not gegen Elend treffen sich Castellón und Murcia. Murcia war bis zum letzten Spieltag, dem 13. in der Segunda División sieglos ehe man endlich gewinnen konnte. Ein Gefühl, das Castellón auch gerne mal wieder verspüren würde, aber es setzt eine Pleite nach der anderen. Auch der Tabellenzweite Cartagena möchte seine Negativserie mit zwei Niederlagen aus den letzten beiden Spielen zu Hause gegen Huesca beenden. Und Spitzenreiter San Sebastian trifft in Madrid auf Rayo Vallecano.
Zum Abschluss noch der Blick auf meinen „Quiniela“-Schein:

Sevilla – Málaga 1
Valladolid – Teneriffa X
Sporting – Villareal 1
Getafe – Xerez 1
Atlético – Espanyol 1
Racing – Deportivo 2
Almería – Athletic X
Valencia – Mallorca 1
Zaragoza – Osasuna X
Córdoba – Girona 1
Hércules – Levante 1
Castellón – Murcia 2
Betis – Las Palmas 1
Cádiz – Celta X
pleno al 15: Barça – Madrid 1
Viel Spaß beim Clasico, La vida puede ser maravillosa!

Geschrieben von raspeig

2009/11/28 um 12:42

Die Zusammenfassung des 11. Spieltags der Liga BBVA

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Der 11. Spieltag der Liga BBVA ist vorbei und somit steht am nächsten Spieltag der „Clasico“, die Partie zwischen Barça und Madrid im Camp Nou an, doch dazu mehr beim nächsten Mal.
Das Topspiel, die Partie zwischen Athletic Bilbao und Barça, ging 1:1 Unentschieden, und damit anders als von mir vorausgesagt, aus. Bilbao war von Beginn an relativ bissig und Barça hat momentan auswärts einfach nicht die Stärke die es noch zu Beginn dieser Saison hatte. Man tut sich schwer, kommt nicht richtig ins Spiel und dann verletzt sich auch noch Messi. Dazu fehlten von Beginn an schon Linksverteidiger Abidal, Mittelfeldspieler Yaya Touré und Innenverteidiger Márquez wegen Erkrankung an beziehungsweise Verdacht auf Schweinegrippe verzichten. Dazu fiel auch noch Top-Stürmer Ibrahimovic verletzt aus, sodass Barça mit dem den nicht gerade hoch gewachsenen und sich damit auch ähnlich seienden Stürmern Iniesta, Messi und Pedro antrat wobei Messi in Minute 75 verletzt durch Bojan ersetzt wurde, was die Durchschnittsgröße auch nicht anstiegen ließ. Der Mannschaft von Pep Guardiola fehlt damit, wie auch schon im letzten Jahr ein echter Mittelstürmerersatz, wenn Ibrahimovic dieses Jahr oder Eto’o letztes Jahr verletzt fehlten. Denn so spielte Barcelona ideenarm und harmlos und gelang erst durch eine Einzelaktion von Dani Alves in Führung, die in Minute 62 durch den eingewechselten Toquero nach einem Stellungsfehler von 25-Millionen Euro Einkauf Dmytro Chygrynskiy, ausgeglichen wurde. Das Unentschieden ging damit mehr als in Ordnung.
Durch diesen doppelten Punktverlust von Barça gelang es den zuvor schon gespielt habenden Madrilenen Rang eins zurückzuerobern. Im Heimspiel gegen das wieder von Miguel Ángel Portugal trainierte Racing Santander gewann Madrid dank des 1:0 Siegtreffers des Argentiniers Gonzalo Higuaín und der Hilfe des Schiedsrichters Ramírez Domínguez, der ein korrekt erzieltes Tor von Racing wegen einer vermeintlichen Abseitsposition fälschlicherweise aberkannte, zuvor aber bereits einen Elfmeter für Madrid nicht gab. Ausgleichende Gerechtigkeit.
Den Anschluss an die beiden Spitzenreiter hat Sevilla weiter gehalten, dank eines 2:1 Sieges auf Teneriffa, wo vorher in dieser Saison nur Deportivo La Coruña gewinnen konnte, obwohl man auf neun Spieler verzichten musste. Aber die individuelle Klasse von Jesús Navas, der das erste Tor mustergültig vorbereitete und von Renato, der per Gewaltschuss das 2:0 erzielte waren letztlich ausschlaggebend.
In Schlagdistanz bleibt auch Valencia wegen des 3:1 Sieges gegen Osasuna, und auch Deportivo La Coruña bleibt aufgrund seines 2:1 Erfolges gegen Atlético oben dran. Atlético wird damit immer weiter in die Krise geschossen. Man ist das Team mit den meisten Gegentoren der Liga und drittletzter. Dazu kommt noch, dass man es nicht geschafft hatte am Samstag eine frühe Führung durchzubringen und so schlussendlich verlor. Auch jeglicher positiver Effekt, der durch den Trainerwechsel erfolgen sollte dürfte jetzt verflogen sein.
Letzter bleibt hingegen weiterhin Málaga, das sich auch gegen den Aufsteiger aus Zaragoza nicht durchsetzen konnte. Auch eine weiter andalusische Mannschaft, Xerez, kommt nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Gegen die Überraschungsmannschaft aus Gijón gab es ein torloses Unentschieden. Gijón steht damit weiterhin gut da, aber Xerez verpasst wieder einmal eine Möglichkeit für einen Befreiungsschlag.
Mit dem direkten Abstiegskampf vorerst nicht mehr so viel zu tun haben sollte Villareal. 3:1 gewann man zu Hause gegen Valladolid und setzt damit den positiven Trend der letzten Wochen fort.
Ein ernst zu nehmender Kandidat für den zweiten Europa-League-Platz ist Mallorca. Durch den Sieg gegen Almería ist man jetzt auf Platz sechs und drei Punkte vor Gijón und Athletic. Nicht mehr in dieser Gruppe ist Espanyol Barcelona. Wegen der Niederlage gegen Getafe liegt man jetzt schon sieben Punkte hinter Mallorca und muss aufpassen, dass man nicht weiter abrutscht.
Um die Abstiegsränge hat sich jetzt eine vierköpfige Gruppe aus Málaga, Xerez, Atlético und Racing gebildet. Gerade Málaga und Atlético wurden doch deutlich stärker eingeschätzt, aber sind bislang noch überhaupt nicht in die Saison gekommen und sollten jetzt schon mal ihre Gedanken Richtung Winterpause zwecks möglicher Neuverpflichtungen wenden. Überraschend gut schlägt sich gerade der aufgestiegene Club aus Zaragoza mit zwölf Punkten aus elf Spielen und damit einem Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge.
In der Segunda División gewann Real Sociedad gegen Cartagena das Topspiel mit 1:0 dank des späten Siegtreffers von Agirretxe in Minute 89. Cartagena hat damit die letzten beiden Partien verloren, liegt aber immer noch auf Platz zwei, während Real Sociedad Tabellenführer ist, da Hércules gegen Salamanca nicht über ein 0:0 hinauskam, auch weil Rufete schon nach wenigen Minuten wegen eines Ellenbogenchecks vom Platz gestellt wurde. Währenddessen liegt Real Betis Balompie weiterhin meilenweit von jedem Aufstiegsrang entfernt. In Elche setzte es jetzt eine 3:0 Klatsche, auch weil der Schiedsrichter zum Protagonisten werden wollte. So gab es beim Stande von 1:0 in den Minuten 55 und 57 zwei Elfmeter mit Platzverweisen gegen die Mannschaft aus Sevilla, die das 3:0 besiegelten.
Zum Abschluss der Blick auf meinen „Quiniela“-Schein:
Teneriffa – Sevilla 2 Ergebnis: 2
Villareal – Valladolid 1 Ergebnis: 1
Xerez – Sporting 2 Ergebnis:X
Espanyol – Getafe X Ergebnis: 2
Depor – Atlético 2 Ergebnis: 1
R.Madrid – Racing 1 Ergebnis: 1
Mallorca – Almería X Ergebnis: 1
Osasuna – Valencia 1 Ergebnis: 2
Málaga – Zaragoza 1 Ergebnis: X
Levante – Cordoba X Ergebnis: X
Salamanca – Hércules 2 Ergebnis: X
Murcia – R. Unión 2 Ergebnis: 1
Elche – Betis 2 Ergebnis: 1
Girona – Cádiz 1 Ergebnis: 1
pleno al 15: Athletic – Barça 2 Ergebnis: X
Von 15 Ergebnissen hatte ich fünf richtig getippt, das wäre auch besser möglich gewesen.
Bis zum nächstyen mal, La vida puede ser maravillosa!

Geschrieben von raspeig

2009/11/23 um 21:20

Der 11. Spieltag der Liga BBVA

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Der 11. Spieltag der Primera División steht vor der Tür nach einer zweiwöchigen Länderspielpause. Die Selección hat währenddessen am vergangen Wochenende und unter der Woche zweimal groß aufgespielt. Gegen Argentinien gab es einen völlig verdienten 2:1 Sieg beim 100. Länderspiel von Iker Casillas im Vicente Calderón und am Mittwoch einen 5:1 Sieg gegen Österreich, als es für die spanische Nationalmannschaft ein Wiedersehen mit dem Wiener Ernst-Happel-Stadion gab, das selbe Stadion in dem Spanien 2008 Europameister wurde.
Das Knallerspiel dieses Spieltags ist das Spiel von Athletic Bilbao gegen FC Barcelona, jenes Spiel das als Finale der Copa del Rey im letzten Jahr für viel Aufsehen sorgte, weil sowohl die baskischen als auch katalanischen Fans den König für Protestaktionen sorgen wollten, in dem Moment, wenn der König Juan Carlos das Stadion betritt. Es gab ein gellendes Pfeifkonzert und die Fans wollten sich auch als Zeichen des Protests mit dem Rücken zum Spielfeld zu wenden. Wie viele tatsächlich an dieser Aktion teilnahmen ist nicht genau auszumachen, da der spanische staatliche TV-Sender „La 1“ pünktlich mit Erklingen der Hymne zu den Großübertragungen nach Bilbao und Barcelona schaltete. In der Halbzeitpause sagte man es handelte sich um ein bedauerliches Versehen und die Nationalhymne wurde wiederholt ausgestrahlt. Der Unterschied war allerdings das „La 1“ noch einmal die Nationalhymne mit maximaler Lautstärke auf die Originalausstrahlung raufgelegt hat, um die Pfiffe zu übertönen. Am nächsten Tag musste, wegen der verspäteten Ausstrahlung der Nationalhymne, der Sportchef des spanischen Fernsehens seinen Hut nehmen.
Jetzt kommt es also zur Neuauflage, was dank Barça eigentlich zu einer klaren Angelegenheit werden sollte. Athletic spielt eine durchschnittliche Saison, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt ist, und Barça sollte auch ohne den verletzten Ibrahimovic gut genug aufgestellt sein um das Duell Euskal Herria – Catalunya erneut für sich entscheiden zu können, zumal Bilbao nicht gerade als Favoritenschreck bekannt ist.
Die wichtigste und meist umjubelte Nachricht kam gestern von Real Madrid oder besser gesagt von Cristiano Ronaldo, der wohl in Kürze wieder richtig mitwirken kann und schon gegen Zürich wieder gegen den Ball treten können wird und auch gegen Barça in der Startelf erwartet wird. Im Spiel gegen Racing ist ein Sieg Pflicht, auch wenn Racing mit einem neuen Trainer an den Start geht und somit wohl noch motivierter als ohnehin schon an den Start gehen wird.
Weitere interessanter Partien sind unter anderem Deportivo La Coruña – Atlético Madrid und Osasuna Pamplona – Valencia CF.
Während Depor als fünfter um Anschluss nach ganz oben kämpft (zwei Punkte bis zum Vierten Valencia, sieben bis zum Ersten Barcelona) und eine bislang hervorragende Saison spielt, geht es für Atlético und den wieder von der Schweinegrippe genesenen Quique Sánchez Flores ums nackte Überleben. Auf einem Abstiegsplatz liegend könnte man bei Siegen von Xerez und Málaga sogar noch weiter abrutschen und noch tiefer in der Krise stecken. Eine richtungsweisende Partie für beide Mannschaften da Sánchez Flores versprach Atlético bis Weihnachten auf den siebten Tabellenplatz hieven wollte. Sollte Depor verlieren drohen der Anschlussverlust zur Champions-League und die Auseinandersetzung mit der kampfstarken Gruppe um Mallorca, Gijón und Bilbao.
Die andere Partie Osasuna – Valencia hat eine ähnliche Ausgangslage. Für Valencia ist es wichtig zu gewinnen, damit weiterhin auf Tuchfühlung zu Barça und Madrid bleibt und vor allem nicht aus den Champions-League-Plätzen rausrutscht. Währenddessen weiß Osasuna noch nicht so recht wo die Reise hingehen soll. Mit zwölf Punkten liegt man derzeit auf Rang zehn, nur fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, aber auch nur fünf Punkte Rückstand auf Platz sechs, den letzten Europa-League-Platz. Gewinnt man bleibt die Tür zum internationalen Wettbewerb weit geöffnet, bei einer Niederlage kann jetzt schon der Abstiegskampf anfangen.
In der zweiten Liga steigen die Spitzenspiele in San Sebastián, beim Spiel Real Sociedad – Cartagena, in Salamanca, bei Salamanca – Hércules und in Elche bei der Partie Elche – Betis. Für alle Mannschaften sind Siege wichtig um die Aufstiegschancen zu wahren, wobei wohl am ehesten Elche mit einer Niederlage leben könnte und Betis am Meisten auf den Sieg angewiesen ist.

Zum Schluss noch mein Tipp für die spanische „Quiniela“:

Teneriffa – Sevilla 2
Villareal – Valladolid 1
Xerez – Sporting 2
Espanyol – Getafe X
Depor – Atlético 2
R.Madrid – Racing 1
Mallorca – Almería X
Osasuna – Valencia 1
Málaga – Zaragoza 1
Levante – Cordoba X
Salamanca – Hércules 2
Murcia – R. Unión 2
Elche – Betis 2
Girona – Cádiz 1
pleno al 15: Athletic – Barça 2

Geschrieben von raspeig

2009/11/20 um 19:24

Zusammenfassung der bisherigen Saison

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Die ersten 10 Spieltage in der Liga BBVA in dieser Saison sind vorbei und auf den ersten Blick scheint alles sehr ähnlich zu sein, wie es auch im letzten Jahr war. Barça ist erster und Real Madrid probiert zu folgen. Weiter oben befinden sich auch sonst die üblichen Verdächtigen. Dennoch, der erste Blick und vor allem der Vergleich mit dem letzten Jahr täuschen. Der Stolz Kataloniens, der Futbol Club Barcelona , spielt bis dato eine, national gesehen, tadellose Saison. In der Liga wurde bis lang noch nicht verloren, genauso wenig wie in der Copa del Rey, wo es zuletzt zwei überlegene Siege gegen Cultural Leonensa gab. Trotz allem, in diesem Jahr fehlten Barça bislang die ganz großen Glanzlichter. Bei allen Stammspielern der abgelaufenen Saison, mit Ausnahme von Xavi, Puyol und Piqué, fehlt momentan das gewisse Etwas. Es wirkt auf den Betrachter so, als wirke Barça gehemmt, nicht mit sich im Reinen, fast ein bisschen lethargisch. Das Barça der vergangen Saison blitzte nur einmal bislang auf, beim 6:0 gegen den Aufsteiger aus Zaragoza. Dafür muss man aber auch einmal zu gute halten, dass der Level der letzten Saison fast uneinholbar war. Barça glänzte die gesamte Saison über mit spielerischen und wenn nötig mit kämpferischen Leistungen, die am Ende zu einem völlig verdienten Tripel aus Liga, Champions-League und Copa del Rey führten, wobei das sicherlich größte Spiel der 2:6 Sieg im Estadio Santiago Bernabeu war.

Eben jenes 2:6 führte sicherlich auch mit dazu, dass ganz Madrid nach einem Mann schrie, Florentino Pérez. Milliardär, dank des Baubooms der vergangen Jahre, und schon einmal Präsident von Real Madrid, in dem er die Galaktischen, bestehend aus Figo, Zidane, Beckham, Ronaldo, Roberto Carlos und natürlich Raúl zusammenstellte. Madrid war nun die letzten Jahre zwar national durchaus erfolgreich, so wurde ja unter anderem mit dem deutschen Trainer Bernd Schuster 2007/08 die Liga gewonnen, aber international gab es im letzten Jahr mit zwei desolaten Spielen gegen Liverpool im Achtel-Finale eine schallende Ohrfeige und auch die Jahre davor war Madrid von seinen Glanzlichtern vergangener Tage weit entfernt. Florentino kam also und mit Florentino wurde vor allem erst einmal eines besser, nämlich die Stimmung. Die Kritik der beiden Madrid-Blätter As und Marca sowie auch von Seiten des Fernsehens, insbesondere des Fernsehsenders „cuatro“ ließ nun nach und Florentino tat sein übriges indem er Wort hielt und große Spieler ans Land zog. Erst Kaka‘, dann Cristiano Ronaldo, dann Benzema und dann tatsächlich zwei Spieler, die die Defensive verstärken sollten, Raúl Albiol und Xabi Alonso, beide ihres Zeichens spanische Nationalspieler.

Und der Plan schien aufzugehen. Madrid gewann mit gutem Fußball in der Liga viele Spiele und auch in der Champions-League mischte man gut mit. Bis zu dem Moment, als der bis dahin überragende Cristiano Ronaldo im Spiel gegen Marseille gefoult wurde und seitdem nicht mehr für die Madrilenen spielen konnte. Madrid fehlte nun der Spieler, der zwei Gegenspieler auf einmal binden konnte und somit zwangsläufig Freiraum für seine Nebenleute schuf. Man verlor gegen Sevilla, spielte nur Unentschieden gegen Gijón und in der Champions-League gab es auch eine Niederlage gegen Milan und dann kam die große Blamage, der 4:0 Sieg von Alcorcón, einem Verein aus einem Madrider Vorort der in der Segunda División B spielt. Madrid spielte mit einer Elf aus Spielern, die mindestens um den Champions-League Einzug spielen müssen. Dudek, Arbeloa, Metzelder, Albiol, Drenthe, Guti, Diarra, Granero, van der Vaart, Raúl, Benzema und natürlich auch Pellegrini mussten so selbstverständlich bittere Medienkritik einstecken und man fragt sich auch nach einem miserablen 1:0 Madrid-Sieg im Rückspiel vor nahezu ausverkaufter Heimkulisse gegen „Alcorconazo“, wie der Verein jetzt erfurchtsvoll genannt wird, ob man nicht doch zu sehr von Cristiano abhängt oder ob Madrid in den ersten Partien über seinem eigentlichen Level gespielt hat. Am 29.11. jedenfalls gibt es den Clasico gegen Barça und sollte Trainer Manuel Pellegrini dort nicht gewinnen oder sogar verlieren würde ich mehr auf eine Ablösung des Chilenen als auf einen Verbleib des vor der Saison für 3 Millionen Euro aus Villareal geholten Trainers setzen.

Sollte sich bis dahin nichts ändern, wäre es die dritte Trainerentlassung dieser Saison nachdem auch schon Atlético Madrid und Racing Santander ihren Übungsleiter ersetzt haben. Beide Mannschaften spielten ihre Saisons bislang deutlich unter Erwartung. Bei Atlético wurde mit Quique Sánchez Flores ein durchaus junger, aber dennoch erfahrener Mann geholt, der dem doch sehr fragilen Defensivverbund um den Ex-Hamburger Tomas Ujfalusi Stabilität geben soll. Jedoch ist ihm dies noch nicht gelungen. Zu viele Gegentore, die selbst Kun Agüero und Diego Forlán nicht wegschießen können, hatten einen Mittelfeldplatz als Konsequenz. Auch Racing ist schlecht in die Saison gestartet. Nachdem man vor der Saison Juan Carlos Mandiá von Hércules loseisen konnte und die Kantabrier durchaus für ihre Gelassenheit und Kontinuität bekannt sind, war dann aufgrund großer Medienkritik der Druck auf Mandiá wegen des viertletzten Tabellenplatzes zu groß, sodass Racing die Reißleine zog.

Ganz so weit ist Xerez noch nicht. Der Aufsteiger, der auch vor der Saison seinen Trainer gewechselt hat, hat einen alles andere als guten Saisonstart hingelegt und steht momentan ziemlich hoffnungslos mit Málaga am Tabellenende da, da die Mannschaft offensichtlich nicht die Qualität hat, in der ersten Liga zu spielen. Der Sprung war wohl doch eine Nummer zu groß, aber dem Vernehmen nach soll im Wintertransferfenster „groß“ eingekauft werden. Man wird sehen.

Ebenso muss man sehen, was Villareal macht. Das gelbe U-Boot, dessen zweite Mannschaft in der zweiten Liga mithält, spielt eine enttäuschende Saison im Jahr eins nach Pellegrini. Sollte Pellegrini tatsächlich abgelöst werden, wäre es, denke ich, durchaus im Bereich des Möglichen, dass er wieder nach Villareal zurückkehrt.

Denn sonst stünde schlimmstenfalls noch der Gang in die zweite Liga an, wo momentan die Liga von Cartagena angeführt wird. Völlig überraschend, da Cartagena erst aus der dritten Liga aufgestiegen ist und eher als Abstiegskandidat galt. Mit oben dabei ist auch, wie schon im letzten Jahr, Hércules. Der Club aus Alicante liegt als Zweiter auf Aufstiegskurs und hat die Abgänge von Trainer Mandiá, Kapitän Sergio Fernández und Sturmführer Rubén Navarro offensichtlich gut verkraftet und wirkt stärker als letzte Saison, was wohl auch unmittelbar mit Neuverpflichtung Rufete zusammenhängt, der der rechten Außenbahn von Hércules frischen Wind verpasst hat. Völlig enttäuschend bis jetzt ist das Abschneiden von dem Club von David Odonkor, Betis Sevilla. Letztes Jahr überraschend abgestiegen, sollte dieses Jahr der sofortige Wiederaufstieg klargemacht werden. Momentan befindet man sich aber weit davon entfernt und dümpelt im Mittelfeld der Tabelle herum, umgeben von Vereinen wie Gimnàstic de Tarragona, Elche, Villareal B oder Numancia.

Das soll es jetzt erst einmal mit dem kurzen bisherigen Saisonfazit gewesen sein. Bis dahin, La vida puede ser maravillosa!

Geschrieben von raspeig

2009/11/19 um 22:23

Das Blog beginnt!

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Die spanische Primera División, oder wie sie ja jetzt heißt, die Liga BBVA hat vor einigen Wochen begonnen, jedoch musste sie das ohne ständige Begleitung durch ein deutsches Blog tun. Das wird sich jetzt ändern. Zu jedem Spieltag der Liga BBVA, wie auch zu den Spieltagen der Copa del Rey wird es, zumindest ist das mein Ziel, Zusammenfassungen, Analysen und Prognosen der wichtigsten Gegebenheiten der wohl besten Liga der Welt geben. Jedoch wird sich meine Berichterstattung nicht nur auf Real Madrid, Barça, Atlético oder Valencia beschränken, sondern gerade auch Vereine, die eher weniger im Blickfeld stehen, wie beispielsweise Sporting de Gijón oder Racing Santander werden hier ihre Erwähnung finden.

Wenn es sich gerade anbietet wird es auch Präsentation über spanische Profivereine, sowie auch Gegenüberstellungen der verschiedenen Berichterstattungen der Fernsehsender oder der verschiedenen Sportzeitschriften geben.

Geschrieben von raspeig

2009/11/19 um 22:21

Veröffentlicht in Allgemeines